Die Äskulapnatter - eine (nieder-) bayerische Besonderheit
Die Äskulapnatter (Zamenis longissimus, LAURENTI 1768) ist die größte Schlangenart Deutschlands. Tiere mit um die 1,80 m sind mehrfach beobachtet (eigene Daten). Die Färbung ist bei beiden Geschlechtern gleich und variiert von bräunlich-oliv bis hin zu schwarz, wobei sie in Richtung Kopf heller wird. Am Kopf selbst finden sich bei adulten Tieren schwach ausgeprägte, hellgelbe Nackenflecken. Diese sind bei Jungtieren noch deutlicher. Die Bauchseite adulter Tiere ist einfarbig gelblich bis weißlich. Besonders charakteristisch, wenn auch auf einen flüchtigen Blick nicht immer sofort erkennbar, sind weiße Striche am Rand vieler dorsaler Körperschuppen. Dadurch ergibt sich ein mal mehr oder weniger ausgeprägtes Strichmuster, welches sich über Teile des Oberseite zieht.
Äskulapnattern-Lebensräume in Niederbayern
Die Äskulapnatter besiedelt ein relativ breites Spektrum an Lebensräumen, wobei sehr trockene oder offene, deckungsarme Habitate aber gemieden werden – zumindest sofern keine dichteren Vegetationsbestände angrenzen. Besonders besiedelt sie lichte Wälder, Gehölze und Waldränder. Daneben zählen Bahndämme, Bach- und Flußufer, unverfugte Bruchsteinmauern und Straßenböschungen zu ihren (Teil-) Lebensräumen. Auch Siedlungen werden nicht gemieden. Besonders in strukturreichen Hausgärten, Schuppen und verkleideten Fassaden kann sie regelmäßig gefunden werden.
Obwohl die Art (als mediterranes Faunenelement) als wärmeliebend charakterisiert ist, ist sie in thermisch begünstigten, aber gleichzeitig sehr trockenen Lebensräumen nicht anzutreffen. Innerhalb ihrer mitteleuropäischen Verbreitung scheint für ihr Vorkommen vor allem die Feuchtigkeit bzw. Niederschlagsmenge ausschlaggebend zu sein (vgl. auch Gomille 2002). Weshalb sie in Deutschland wohl überwiegend in wärmebegünstigten Flußtälern und niederschlagsreichen Regionen zu finden ist.
In Niederbayern werden im Wesentlichen zwei verschiedene biogeographische Regionen von der Äskulapnatter besiedelt: Das Passauer Donautal (mit angrenzendem Unterem Bayerischen Wald) sowie das Untere Inntal (mit angrenzendem Niederbayerischen Hügelland).
Die Äskulapnatter in den Donauleiten bei Passau
In Niederbayern sind die ursprünglichen Lebensräume von Zamenis longissimus insbesondere die steilen, teils halboffenen Wälder im Passauer Donautal. Diese weisen eine sehr heterogene Strukturierung auf. Es wechseln sich geschlossene Buchenwälder mit lichten Eichen-Hainbuchenwäldern, Schlucht- und Hangwäldern, Felsbereichen und Blockhalden auf engem Raum ab. Vor über 100 Jahren zählten wohl auch die bis dahin relativ naturnahen Auwälder und die kiesig-sandigen Ufer der Donau am Fuß der Donauleiten zum Lebensraumkomplex der Art.
Mit dem Bau von Eisenbahn und Straßen sowie der Befestigung der Ufer mit Wasserbausteinen und dem Bau des Kraftwerks Jochenstein in den 1950er Jahren, sind diese aber sukzessive verschwunden. Bahndamm, Straßenböschungen und Uferverbau stellen heute adäquate Ersatzlebensräume am Fuß der Donauleiten dar. Hier lassen sich bei entsprechender Witterung zahlreiche Äskulapnattern in den Böschungen, auf Mauerkronen oder in unverfugten Stützmauern beobachten.
Zamenis longissimus besiedelt im Passauer Raum auch die Seitentäler der Donau wie das Erlautal oder das Rambachtal. Auch kleinere, meist durchgehend schattig-feuchte Täler werden, zumindest zweitweise genutzt. Hier kann man die Art insbesondere während trocken-heißer Wetterperioden beobachten (eigene Beobachtung).
Auch die mittleren Hanglagen bieten vielfach geeigneten Lebensraum. Hier finden sich oft kleinflächige Hangbereiche, welche mit Heidekraut, wärmeliebenden Gebüschen oder thermophiler, trockenheitsertragender Saumvegetation bewachsen sind. Auch die zahlreichen Felsbereiche bieten sowohl Möglichkeiten sich zu sonnen, als auch Quartiere. Wichtig ist hierbei die enge Verzahnung mit der umliegenden Waldmatrix oder verbuschten Bereiche, welche der Schlange als Rückzugsmöglichkeit dienen. Auch hier finden sich zahlreiche Quartiere, wie Wurzelteller, Totholz oder Blockhalden, sowie geeignete Eiablageplätze.
Neben dem Donautal wird auch der untere Bayerische Wald von Zamenis longissimus besiedelt. Der höchst gelegene Nachweis liegt nordwestlich von Hauzenberg auf ca. 670 Meter ü. NN.
Nach Westen hin setzt sich das niederbayerische Vorkommen der Äskulapnatter über die Vornbacher Enge am Inn entlang fort.
Die Äskulapnatter am Unteren Inn
Eine weitere niederbayerische Region, in der die Äskulapnatter vorkommt, ist der Untere Inn zwischen Passau und Simbach am Inn. Ursprünglich eine weitläufige, vom unregulierten Inn geprägte Flußlandschaft, heute stark vom Menschen geprägt. Besonders prägend waren hierbei Begradigung und Eindämmung des Inns vor ca. 150 Jahren sowie der Bau von Flußkraftwerken, mit dem vor ca. 100 Jahren begonnen wurde. Heute untergliedert sich die Innaue, bedingt durch die anthropogene Überformung, in eine rezente Au in den Stauräumen und dem Deichvorland, sowie in eine fossile Au in den ausgedämmten Auebereichen außerhalb der Staudämme. Diese ist in der Regel von jeglicher Auendynamik abgeschnitten und weist keine hydrologische Verbindung zum Fluss auf. Die tieferen Lagen der fossilen Au werden auch heute noch von Altwässern durchzogen und sind mit Auwäldern unterschiedlicher Ausprägung bestockt.
Weite Teile des niederbayerischen Inntals sind heute stark verändert und naturfern. So dominieren große, intensiv genutzte landwirtschaftliche Schläge, Siedlungen, Verkehrswege und naturferne Wälder das Bild.
Die Äskulapnatter besiedelt am Unteren Inn nach aktuellem Kenntnisstand naturnahe Wälder bzw. Auwälder der fossilen Aue. Diese sind durch Forstwirtschaft, aber auch Eschen- und Ulmensterben häufig relativ licht und reich an Unterwuchs. Der dichte Unterwuchs und der stellenweise hohe Totholzvorrat bietet der Art Deckung und gute Rückzugsmöglichkeiten. Auch hier spielen, wie in den Donauleiten auch, Ökotone eine gewisse Rolle. So sind die Nattern regelmäßig beim Sonnen an Wald- oder Wegrändern, Ufern von Altwassern bzw. Gräben sowie den Ufern des Inns zu beobachten. Deckungsarme Bereiche, wie die Inndämme werden dahingegen eher gemieden, zumindest sofern keine deckungsreichen Gehölzstrukturen angrenzen. Aus der rezenten Aue liegen mir, aufgrund der schwierigen Nachweisbedingungen, keine Nachweise vor. Es ist aber davon auszugehen, dass die Äskulapnatter auch diese Bereiche besiedelt.
Auch am Hangfuß und in den Hängen der Innleiten gibt es vielfach Nachweise der Äskulapnatter, sofern diese einen gewissen Strukturreichtum aufweisen. Ferner wird sie auch immer wieder in Siedlungsbereichen mit strukturreichen Hausgärten beobachtet. Zumindest im Landkreis Rottal-Inn strahlt die Art bis zu 8 Kilometer ins, von einer kleinteiligen Landschaft geprägte, Tertiärhügelland hinein.
Eine interessante Beobachtung gelang mir bei einem meiner Ausflüge an den Unteren Inn. Südlich der Ortschaft Simbach am Inn wurde das Gelände vor einigen Jahrzehnten offensichtlich mit enormen Mengen eines Gemischs aus Holzwolle und Kalk aufgefüllt. Aufgrund der Wasserdurchlässigkeit und der abiotischen Gegebenheiten hat sich hier eine relativ lückige, thermophile und trockenheitstolerante Vegetation, grasreichen Hochstaudensäume sowie Eichen- und Schlehengebüschen etabliert. An den Ufern des daruntergelegenen Altwassers befindet sich dahingegen ein ausgeprägter Gürtel an Röhrichten und Seggen. Dieser Bereich ist in relativ hoher Dichte von der Äskulapnatter in allen Alterklassen besiedelt.
Quartiere
Grundsätzlich nutzt Zamenis longissimus eine Vielzahl an Spaltenquartieren i. w. S. als Tages- und Nachtversteck und zur Überwinterung. Natürliche Quartiere stellen u. a. Felsspalten, Höhlen im Boden, Totholz, abgelöste Baumrinde und Baumhöhlen (sofern erreichbar) dar. Mehrfach konnte ich Äskulapnattern beobachten, die sich unter Baumwurzeln, in Mauselöcher oder Felsspalten zurückzogen. Laut Gomille (2002) liegen Winterquartiere überwiegend in Wäldern.
Aber auch vom Menschen geschaffene Quartierstrukturen werden von der Schlange gerne angenommen. Hierzu zählen insbesondere Bruchsteinmauern, (abgedeckte) Holzstapel oder Gebäude. Selbst unter Unrat konnte ich mehrfach ruhende Tiere beobachten.
Eiablageplätze
Über die natürlichen Eiablageplätze ist mir aus eigener Erfahrung wenig bekannt, da es sehr schwierig ist, diese im Gelände zu lokalisieren. Gomille (2002) zitiert in seinem Buch verschiedene Autoren und nennt hier unter anderem mulmgefüllte Baumhöhlen, verrottendes Holz oder Laubansammlungen.
Für die erfolgreiche Inkubation der Eier scheinen zwei Faktoren ausschlaggebend zu sein: Zum Einen ein gewisser Feuchtigkeitsgehalt des Substrats und zum Anderen die vom organischen Substrat abgegebene Verrottungswärme. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Wälder und großflächigere Gebüsche ein zentraler Teil des Habitatkomplexes der Art.
Die Art nimmt aber auch sehr gerne vom Menschen geschaffene Eiablageplätze an. Ich konnte Eier in Mist- und Komposthaufen als auch in Sägespännelagern auf Reiterhöfen finden. Ferner werden auch eigens für die Eiablage geschaffene Hackschnitzelhaufen angenommen. Durch zahlreiche Erfolgskontrollen solcher Haufen konnte ich feststellen, dass diese, je nach standörtlichen Verhältnissen, ca. 3 bis maximal 5 Jahre von der Äskulapnatter genutzt werden können. Danach ist das Material offensichtlich so zersetzt und kompostiert, dass es den Ansprüchen der Eier an die zur Inkubation benötigte Wärme nicht mehr genügt. Ferner konnte ich feststellen, dass Haufen, deren Feuchtigkeitsverhältnisse aufgrund ihrer Lage bzw. Exposition zu sehr schwanken, nicht oder schlechter genutzt werden.
Im Rahmen von Artenhilfsmaßnahmen angelegte Eiablagehaufen sollten verschiedene Kriterien erfüllen:
Als Mindestmenge an Hackschnitzeln haben sich ca. 5 bis 6 Kubikmeter Hackschnitzel bewährt. Es sollte nach Möglichkeit kein Nadelholz oder andere weiche Hölzer verwendet werden, da diese zu schnell verrotten und so den Arbeitsaufwand erhöhen. Idealerweise sollten mehrere Starkäste schichtweise in den Haufen eingearbeitet werden. Diese sollten zumindest teilweise aus den Hackschnitzeln herausragen. Das erleichtert den Schlangen das Eindringen. Bei den Kontrollen war immer wieder zu bemerken, dass die Eier bevorzugt unmittelbar an bzw. unterhalb solcher Ästen abgelegt werden. Der fertiggestellte Haufen sollte mit Ästen und Reisig abgedeckt werden. Da sich Äskulapnatter gelegentlich auch auf den Haufen sonnen, dient dies dem Schutz vor Prädation. Einwachsende Vegetation sollte toleriert werden, da auch sie den Tieren Deckung bietet. Bevorzugt sollten die Eiablagehaufen an halbschattigen oder zumindest an Orten mit ausreichender Feuchtigkeitsversorgung angelegt werden.
Vor der Planung und Durchführung einer solchen Maßnahme sollte allerdings eine Abschätzung erfolgen, ob nicht ohnehin ausreichend natürlich Eiablageplätze vorhanden sind. Nur bei einem Mangel an solchen Möglichkeiten, können künstlich angelegte Eiablageplätze Sinn machen.
Verhalten & Lebensweise
Informationen zu Verhalten & Lebensweise der Äskulapnatter folgen in Kürze.
Sympatrie in Niederbayern
In den niederbayerischen Hauptvorkommen der Äskulapnatter konnte ich folgende weitere Reptilienarten (in den selben Lebensräumen) nachweisen:
Donautal:
Anguis fragilis (Blindschleiche)
Podarcis muralis nigriventris (Italienische Mauereidechse)
Lacerta agilis (Zauneidechse)
Lacerta viridis (Östliche Smaragdeidechse)
Natrix natrix (Ringelnatter)
Coronella austriaca (Schlingnatter)
Unterer Inn:
Anguis fragilis (Blindschleiche)
Lacerta agilis (Zauneidechse)
Natrix natrix (Ringelnatter)
Coronella austriaca (Schlingnatter)
Verbreitung der Äskulapnatter
In der letzten Warmzeit war Zamenis longissimus in weiten Teilen Mitteleurops verbreitet. Ihre Verbreitung erstreckte sich bis nach Dänemark. Dies zeigen fossile Funde (Gomille 2002).
Aktuell hat die Äskulapnatter ihren Verbreitungsschwerpunkt im europäischen Mittelmeerraum. Sie kommt von Iberien bis Mitteleuropa und von Süd- bzw. Südosteuropa bis Kleinasien vor. An der Ostküste des Schwarzen Meeres sind weitere Populationen bekannt. An der Südküste des Kaspischen Meeres befindet sich ihre östlichste Verbreitungsgrenze.
In Südeuropa kommt sie aber nicht in trocken-heißen Regionen vor. Sie bevorzugt warme und mäßig feuchte Klimate. Das Verbreitungsgebiet der Äskulapnatter zeigt im Süden, Westen und Osten deutliche Parallelen zur Ausdehnung sommergrüner Laubwälder. Diese widerrum sind von den Niederschlägen abhängig. Die Nordgrenze ihrer Verbreitung hängt wahrscheinlich von der Temperatur ab. Die Äskulapnatter ist als Waldart charakterisiert. Dies liegt vermutlich an den Möglichkeiten der Überwinterung und Reproduktion.
In Deutschland gibt es derzeit 3 bzw. 5 Populationen – sie
gelten als warmzeitliche Reliktvorkommen. Diese sind im Neckar-Odenwald im Raum Hirschhorn, im Rheingau-Taunus in der Umgebung von Schlangenbad, im Passauer Donau- und Inntal bzw. am Unterer Inn, an der Unteren Salzach bei Burghausen und im Berchtesgardner Raum. In Österreich ist die Art weiter verbreitet.
Verbreitung der Äskulapnatter in Bayern und Österreich
Während die Populationen in Westdeutschland isoliert und ohne Verbindung zum Hauptvorkommen sind, steht das Vorkommen in Südbayern, im Austausch mit Teilen der österreichischen Populationen. Im europäischen Kontext besteht hier wahrscheinlich über die Donau eine Verbindung zum osteuropäischen Teil des Hauptverbreitungsgebiet. Die Datenlage ist derzeit allerdings noch defizitär.
Verbreitung der Äskulapnatter in Niederbayern
In den letzten Jahren konnte durch viel ehrenamtliches Engagement etwas Licht in die Verbreitungssituation von Zamenis longissimus im bayerisch-österreichischen Grenzraum gebracht werden. Dabei zeichnen sich derzeit zwei Verbreitungsschwerpunkte ab – das Passauer Donautal mit angrenzendem Bayerischen Wald und Vornbacher Enge und das Inntal bei Simbach am Inn. Ob sie auch regelmäßig im Inntal zwischen Neuhaus am Inn und Ering vorkommt ist derzeit wenig bekannt und Gegenstand meiner aktuellen Nachforschungen.
Gefährdung
Rote Liste Bayern: Stark gefährdet
Rote Liste Deutschland: Stark gefährdet
Erhaltungszustand Kontinental: Ungünstig/unzureichend
Erhaltungszustand Alpin: Unbekannt
Die Äskulapnatter ist in ihrem niederbayerischen Verbreitungsgebiet verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Dazu gehören vor allem die Gefährdung durch den teils hochfrequenten Straßenverkehr (vor allem an der Bundesstraße im Passauer Donautal). Dies belegen unzählige Verkehrsopfer im Lauf der vergangenen Jahre. Auch Hauskatzen dürften, gerade im Siedlungsraum, eine gewisse Gefährung darstellen. Ferner sind gerade im ohnehin eng besiedelten Donautal, einschliesslich der Stadt Passau, auch Abriss- und Baumaßnahmen eine Bedrohung für die Tiere.
Auch an die Lebensräume der Äskulapnatter angrenzende landwirtschaftliche Flächen gefährden die Art. Hier spielen vor allem das sukzessive Verschwinden der Waldrandbereiche durch heranrückende Ackerbewirtschaftung sowie Einträge von Nährstoffen und Pestiziden ein große Rolle.
Weitere wesentliche Gefährdungsursachen sind:
Verfugen von Bruchsteinmauern bei Sanierungsarbeiten
Direkte Verfolgung durch Menschen, meist aus Angst und Unwissenheit
Mäh- und Mulcharbeiten an Straßen- und Wegböschungen (im Frühjahr und Sommer)
Schutzmaßnahmen
Beim Schutz der Äskulapnatter ist in erster Linie der Erhalt einer lichten, heterogenen Waldmatrix inklusive strukturreicher Waldränder von entscheidender Bedeutung.
Die Anlage von Steinriegeln, Holzstapeln und/ oder Totholzhaufen sowie ggf. von Eiablageplätzen können die Art fördern.
Waldbauliche Arbeiten in von der Äskulapnatter besiedelten Wälder und an Waldrändern sollten, nach Möglichkeit, von Fachleuten begleitet werden.
Unterhaltsmaßnahmen der Straßenbaubehörden sollten naturschutzfachlich begleitet werden.
Für Baumaßnahmen in Lebensräumen von Zamenis longissimus ist zwingend eine fachkundige ökologische Baubegleitung erforderlich. In den meisten Fällen ist im Vorfeld ein Abfang erforderlich, da Vergrämungsmaßnahmen im Fall der Äskulapnatter selten ein freies Baufeld garantieren. Zudem stellen gängige Vergrämungsmaßnahmen, wie Mähen, ein erhebliches Verletzungs- und Tötungspotential für die Tiere dar, und sind schon aus diesem Grunde nicht zu empfehlen. Ferner sind die Anforderungen von Schutzzäunen, anders als bei Zauneidechse oder Schlingnatter, höher. Diese müssen bei der Äskulapnatter mindestens 1 Meter Höhe haben, um diese für die Schlangen unüberwindbar zu machen.
Literatur & Links
Informationen zur Äskulapnatter finden Sie auch hier:
Axel Gomille (2002): Die Äskulapnatter – Elaphe longissima. Chimaira Buchhandelsgesellschaft, Frankfurt am Main
Bayerisches Landesamt für Umwelt: Steckbrief Äskulapnatter
Disclaimer: Die folgenden Angaben beruhen auf meiner über 15 jährigen Erfahrung mit der Äskulapnatter in Niederbayern und auf den daraus folgenden eigenen Erkenntnissen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

